Streifzüge around the world

Archiv für die Kategorie ‘04 Australien’

Von Coogee Beach nach Bondi Beach

Samstag, 07. Februar 2009

Einen meiner letzten Tage in Sydney und Australien widme ich dem 6 Kilometer langen Coastal Walk vom Coogee Beach zum berühmten Bondi Beach.

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Auf dem Weg passiert man einige kleine nette Buchten, Straende und einen riesigen wunderschoenen Friedhof.

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Die Wellen am Bondi Beach uebertreffen von ihrer Groesse und Kraft alles was ich bis dahin erlebt hab. Die erste Welle, die mich trifft, ist ungefaehr vergleichbar mit einem Snowboardsturz bei 40 km/h und rammt mich kopfueber in den Meeresboden und ich bin froh, dass ich mir nichts breche. Auf die zweite bin ich schon etwas besser vorbereitet, sie fuehlt sich aber trotzdem an, als ob mir jemand ne Basi ueber den Kopf zieht. Ab der dritten dann hab ich den Dreh raus, wie man die Kraft gut abfedert und delphingleich die Welle surft. Es ist jedenfalls ein grandioser Abschied von Australiens Straenden.

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Sydney

Samstag, 07. Februar 2009

Pünktlich zum Australia Day am 26.1. bin ich in Sydney.

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Ich wohne bei Alex und Wade in dem citynahen und sehr schönen Stadtteil Glebe.

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Am Australia Day treffen wir Freunde von Alex und Wade und veranstalten, wie viele andere, ein Picknick im Hafen. Leider beginnt es schon am Nachmittag zu regnen, so dass wir nach Hause flüchten und das große Feuerwek verpassen. Stattdessen haben wir Spaß mit Singstar und Guitar Hero auf der PlayStation.

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Einmal pro Woche geht Alex zur Wasseraerobik im neu erbauten Ian Thorpe Aquatic Centre und sie überredet Wade und mich doch tatsächlich auch mitzumachen. Es war auf jeden Fall eine Erfahrung wert, zusammen mit ca. 20 Frauen diese doch recht anstrengenden Übungen im Wasser auszuüben.

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Ansonsten verbringe ich viel Zeit damit einfach nur in Sydney rumzulaufen und schöne Plätze zu entdecken, Leute zu beobachten und leckere Sachen zu essen.

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Australien Open

Dienstag, 03. Februar 2009

Das Australien Open Finale sehe ich mir im Hafen von Sydney zusammen mit Hunderten anderen auf Großvideowand an. Das Duell Federer gegen Nadal ist einfach absolut packend und jeder wünscht sich einen 5-Satz-Krimi, was es dann auch wird und er dauert bis fast 1 Uhr nachts. Am Ende hat Nadal die Nase vorn.

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Wenn ich zurück in Berlin bin, will ich auf jeden Fall wieder anfangen regelmäßig Tennis zu spielen. Also meine potentiellen Tennis-Gegner, Maschi, Katja, Papa, macht euch schon mal warm.

Vegemite

Dienstag, 03. Februar 2009

Vegemite ist konzentrierter Hefeextrakt und ein in Australien sehr beliebter Brotaufstrich. Die meisten Reisenden, wie ich mitbekommen habe, kosten es einmal und dann nie wieder, weil der Geschmack doch sehr extrem und ungewohnt ist. Ich habe aber Vegemite noch eine zweite und dritte Chance gegeben und nach dem dritten Toast war ich ein Fan. Irgendiwe vergleichbar mit guten Musikalben, die sich einem erst nach ein paar mal hören erschließen.

mein erstes eigenes Vegemite:
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Murwillumbah

Mittwoch, 28. Januar 2009

Eigentlich will ich auf der Strecke von Brisbane nach Sydney entweder das riesige Country Musik Festival in Tamworth oder das so oft gepriesene Byron Bay besuchen. Da aber kurzfristig in beiden Orten keine billige Unterkunft zu finden ist, geht die Reise nach Murwillumbah, um den recht imposanten Mount Warning zu besteigen.

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Nur ein paar Kilometer entfernt von Murwillumbah wird übrigens das Dschungelcamp (Ich bin ein Star, holt mich hier raus) produziert. C-Promi-Sichtungen bleiben aber aus.

Das YHA Hostel in Murwillumbah ist auch irgendwie einzigartig. Das Durchschnittsalter der paar Gäste ist ungefähr 55 Jahre. Tassie, der Hotelmanager, geht jeden Abend mit den Hostelgästen und einigen Locals älteren Semesters Steak essen und um 21 Uhr gibts Vanilleeis. Sitzmöbel und andere Gegenstände im Hostel sind alle festgeschraubt, so dass sie sich nicht bewegen lassen. Skuril aber insgesamt sehr nett.

Der Track auf den 1.156 Meter hohen Mount Warning führt größtenteils durch Regenwald und ist am Ende sehr steil und verlangt einem einiges ab. Der Nebel, der den Gipfel fast den ganzen Tag umgibt, verschwindet kurz nachdem wir den Gipfel erreichen.

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Auf dem Weg haben wir zwei Schlangensichtungen.

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Zum Berg hingefahren und abgeholt werden wir wieder von Tassie, der uns auf der Fahrt auch noch mit reichlich Informationen über die Gegend versorgt. Da er aber anscheinend keine Lust hat alle paar Tage die gleiche Geschichte zu erzählen, legt er einfach eine einmal aufgenommene Kassette ein.

Brisbane

Freitag, 23. Januar 2009

Brisbane gefällt mir als Stadt richtig gut. Es gibt eine Menge netter Restaurants und Cafés und am Brisbane River kann man wunderbar lang flanieren.

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Der Höhepunkt meines Brisbane-Besuchs ist aber die Ausstellung GAME ON in der State Library of Queensland, die die Entwicklung von Video- und Computerspielen behandelt.

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Es werden skurile alte Spielekonsolen gezeigt. Viele kann man auch noch selbst spielen. Ausgestellt wird sogar ein alter Videospielautomat aus der DDR, von denen es weltweit nur noch 3 Stück gibt. Ich kann mich erinnern, während einem meiner letzten FDGB-Urlaube mit meinen Eltern irgendwo im Harz, auch noch mit so einer Maschine gespielt zu haben.

Man kann neben alten Spieleklassikern wie Pacman, Super Mario, Sonic, Prince of Persia, Lara Croft, Monkey Island oder Bomber Man, die alle Kindheitserinnerungen bei mir wecken, auch die neuesten Konsolen und Spiele ausprobieren. Man könnte glatt ne Woche in der Ausstellung verbringen.

Fraser Island & Rainbow Beach

Dienstag, 20. Januar 2009

Rainbow Beach ist ein kleiner Ort mit einem herrlichen kilometerlangen Strand und Ausgangspunkt für Ausflüge nach Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt.

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Mit insgesamt 11 Leuten machen wir mit Geländewagen eine 3 tägige Selfdrive-Tour auf Fraser Island, wo man am Strand und auf tiefen sandigen Inland Tracks fährt.

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Unser Trupp nach Nationalitäten setzt sich zusammen aus 3 x Schweden, 3 x England, 3 x Schweiz, 1 x Kanada und 1 x Deutschland. Am Anfang der Tour werden 3 Fahrer bestimmt und da man älter als 21 Jahre alt sein und eine Fahrerlaubnis haben muß, bin ich einer der Fahrer. Den größten Teil der Strecke fährt Chris aus der Schweiz, Zoe aus England übernimmt einen kleinen Teil und ich selbst fahre nur für eine halbe Stunde, was aber auch ein tolles Erlebnis ist. Wir schaffen es auch tatsächlich nicht einmal im Sand stecken zu bleiben.

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Am ersten Tag ist der Lake McKenzie unser Ziel, was ein traumhafter Badesee ist, in dem wir Stunden mit Planschen verbringen.

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Am zweiten Tag klettern wir auf den Indian Head, ein exponierter Fels, von dem aus wir Rochen, Schildkröten und sogar einen Hai sichten. Am dritten Tag besuchen wir einen See, in dem es von kleinen Schildkröten wimmelt, was ein ziemlich witziger Anblick ist.

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Auf Fraser Island gibt es ca. 200 wilde Dingos, von denen uns einer auf unserem Camingplatz auch einen Besuch abstattet.

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Ein Aborigine zeigt uns am zweiten Abend wie man das Didgeridoo spielt.

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Ansonsten werden wir an den Abenden bestens von Vic aus Zürich und seiner Gitarre unterhalten.

Nach der Rückkehr von Fraser Island nehme ich in Rainbowbeach noch zwei Surfstunden. Nach ca. einer Stunde probieren klappt das Aufstehen schon richtig gut und es macht riesig Spaß. Ich hoffe in meinen letzten Tagen Australien noch ein bisschen mehr zu surfen.

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Airlie Beach

Dienstag, 20. Januar 2009

Wegen Dauerregen bleibt Airlie Beach für mich nur eine Zwischenstation.

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Nach Joe Simpsons “Im Banne des Giganten” lese ich mein zweites Buch auf der Reise zu Ende. Es ist die sehr unterhaltsame Charles Bukowski Biographie “Locked in the arms of a crazy life” von Howard Sounes.

In den meisten Hostels hier gibt es ein book exchange, wo man kostenlos Bücher tauschen kann und ich hoffe einen adäquaten Ersatz zu finden.

Cairns, Great Barrier Reef und Kuranda

Dienstag, 13. Januar 2009

Nach meinem Trip durch Australiens Outback ist Cairns erstmal wieder etwas gewöhnungsbedürftig. Man wird hier erschlagen von angebotenen Touren und braucht erstmal einen Tag, um das alles zu ordnen und einen Plan zu fassen.

Im Hostel gibt es eine putzige Katze, die mich ein wenig an Hugo erinnert, aber auf Grund der Hitze, wie es aussieht noch fauler ist und die man nur schlafend antrifft.

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Mit Steffi, Andreas und Manuel, drei nette Sachsen, die ich in meinem Hostel kennen lerne, mache ich einen Tag einen Bootstrip zum Great Barrier Reef und nutze die Gelegenheit für zwei Tauchgänge. Die Unterwasserwelt hier ist toll, wenn auch die ganz spektakulären Tiersichtungen, wie Haie oder Schildkröten, ausbleiben.

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Einen Tag mache ich einen Ausflug nach Kuranda. Hin nehme ich eine Seilbahn, die über den Dschungel führt und zurück fahre ich mit der Scenic Railway Eisenbahn. Die Landschaft ist zwar sehr schön anzusehen, das Naturerlebnis verliert allerdings seinen Reiz, wenn man sich die rollstuhlgerechten “Wanderwege” und Aussichtspunkte mit Rentnerausflügen teilen muß.

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Im übrigen ist hier gerade Regenzeit und sie macht ihrem Namen alle Ehre, so dass ich an Stelle von Strand oder Dschungel einen Kunstausstellungs- und Kinotag einlege, bevor ich weiter Richtung Süden reise.

…was in der Zeitung steht

Mittwoch, 07. Januar 2009

Wie bedeutend meine Reise ist, wird klar, wenn mich schon australische Zeitungen ablichten…

The Centralian Advocat von 06/01/2009
Advocate - Alice Springs Newspaper