Streifzüge around the world

Archiv für die Kategorie ‘04 Australien’

Alice Springs

Dienstag, 06. Januar 2009

Alice Springs ist eine kleine Stadt mitten im Nirgendwo von Australien. Es gibt eine kleine Einkaufspassage, in der sich fast ausschließlich Aborigines und Touristen aufhalten. Obwohl der Aborigine-Anteil der Bevölkerung in Alice Springs bei nur 17% liegen soll, hat man das Gefühl, das sie den Großteil der Bevölkerung bilden.

Ankunft in Alice Springs
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Es gibt ein sehr cooles Pub in Alice Springs, das Bojangles. Das ist auch der einzige Ort wo man abends hingehen kann, was dann auch jeder macht.

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Man hört zwar von allen Seiten, dass man nachts ein Taxi zurück zu seiner Unterkunft nehmen soll, da es des öfteren zu gewalttätigen Übergriffen kommt. Wir laufen aber immer die 10 Minuten zurück zu unserem Hostel Alice Lodge Backpackers, was übrigens absolut zu empfehlen ist, und machen überhaupt keine schlechten Erfahrungen.

Einen Tag bekommen wir eine spontane kostenlose Stadtführung von Lauren und Sophie, zwei sehr netten original Alice Springserinnen.

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Im Reptile Center von Alice Springs freund ich mich mit einigen putzigen australischen Reptilien an.

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Ich hab ja schon tolle Wolkenbilder in Australien gesehen, aber die Wolken über Alice Springs sind die allerschönsten bisher.

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6 Tage im Outback

Dienstag, 06. Januar 2009

Von Adelaide mache ich eine 6-Tage-Tour durchs Outback nach Alice Springs.

Unsere Gruppe besteht aus 5 x Hongkong-China, 2 x Slowenien, 2 x Kanada, 2 x Lettland, 2 x Deutschland, 1 x Österreich, 1 x Schweiz, 1 x Belgien, 1 x Italien, 1 x Korea und 1 x Melbourne.

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Wir schauen uns Uluru (Ayers Rock), Kata Tjuta (The Olgas), den Kings Canyon und Wilpena Pound in den Flinders Ranges an.

Silvester feiern wir in Coober Pedy, was ein sehr skuriler Ort mitten in der Wüste ist. In und um Coober Pedy wird Opal gesucht und gefördert. Ein Großteil der Bewohner lebt unter der Erde, da es über das ganze Jahr extrem heiß ist. Neue Zimmer werden einfach in den Fels gebombt. Unsere Unterkunft und Silvesterparty sind auch unter der Erde.

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In Coober Pedy wurden Filme wie Red Planet, Mad Max II und Pitch Black gedreht und es steht auch noch ein altes Raumschiff, was als Filmkulisse in Pitch Black gedient hat, rum.

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Der Höhepunkt der Tour ist für mich die 9km Wanderung um den Uluru, die ich mal losgelöst von der Gruppe mache. Mitten in Australien allein mit diesem imposanten Felsbrocken zu sein ist ein tolles Gefühl.

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Sonnenunter- und aufgang am Ayers Rock nutzen wir größtenteils für Spaßfotos und nerven die anderen Besucherhorden.

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Zwei Nächte wird gecampt und ich schlafe mit ein paar anderen unter freiem Himmel, was ich ganz schön mutig von uns finde, da wir kurz zuvor einen Skorpion nur 2m entfernt von meinem Schlafsack sehen.

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Salzsee
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Kings Canyon
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Wilpena Pound
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Kata Tjuta
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Auf unseren recht langen Busfahrten hören wir natürlich viel Musik und G’day G’day von Slim Dusty ist unser erklärter Kultsong des Trips. Das Lebensgefühl der Australier kommt darin sehr gut zum Ausdruck.

Auch der alte Klassiker Land down under von Men at work wird gespielt und hat ntürlich immer noch Kultstatus hier in Australien.

Adelaide

Sonntag, 28. Dezember 2008

In Apollo Bay muß ich mich entscheiden, wie die Reise weitergeht. Entweder mit Leuten, die ich kennengelernt habe mit Auto Richtung Ostküste, Arbeit suchen in Apollo Bay und ein paar Wochen arbeiten oder mit Bus nach Adelaide und von dort ins Outback.

Nachdem ich ca. 20 mal einen Plan mache um ihn wieder zu verwerfen, kann ich mich schließlich zu einer Entscheidung durchringen - es geht nach Adelaide.

Adelaide als Stadt wird eigentlich von einer einzigen Einkaufsstraße geprägt, wo man gut Leute gucken kann. Ansonsten finde ich nichts weiter spannendes. Ich bin aber auch ziemlich mit Reiseplanung beschäftigt und außerdem von Melbourne verwöhnt. Toll an Adelaide ist allerdings, dass ein Großteil der Stadt mit kostenlosem drahtlosem Internetzugang ausgestattet ist, was für meine Reiseplanung natürlich großartig ist. Da ich auch im Hostel Netz habe, kann ich endlich mal wieder, ohne auf die Zeit zu achten, ausgiebig im Internet surfen.

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Mein Hostel, Tatts Backpackers, ist auch erwähnenswert. Es ist über einem Spielsalon gelegen, von dem es auch verwaltet wird. Eigentlich ist alles - vom Herd bis zum Wäschetrockner - kaputt oder geht kaputt, bzw. fällt ab wenn man es anfässt. Bei anderen Backpackern muss sich das irgendwie schon rumgesprochen haben, da ich mit einem Inder der einzige Gast bin. Das gute daran ist, dass ich einen Dormroom für mich allein habe, was auch mal ganz angenehm ist.

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Ich mache einen Ausflug nach Glenelg Beach. Es finden hier regionale Leichtathletik- und Beachvolleyballmeisterschaften statt, die ich mir zusammen mit vielen Australiern, gemütlich auf dem Rasen lümmelnd, anschaue.

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Morgen geht es nun mit einer Tour ins Outback. 6 Tage Safari nach Alice Springs. Deshalb ist jetzt wohl erstmal 6 Tage Sendepause.

Weihnachten in Apollo Bay

Sonntag, 28. Dezember 2008

Nach der Great Ocean Walk Wanderung beschließe ich über die Weihnachtstage in Apollo Bay zu bleiben. Im Apollo Bay Backpackers geht es sehr familär zu und ich lerne hier Toni aus Mosach bei Grafingen (Bayern), Sophie aus Basel und Tobias aus Münster kennen, mit denen ich typische australische Weihnachten am Strand und mit viel Alkohol feiere.

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Am 24.12. werden wir vom Hostelchef Redge mit Truthahn bekocht und am 25.12. macht Toni bayrische Fleischrouladen, was eine willkommene Abwechslung zu meiner überwiegend Fastfood-Ernährung hier ist.

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Interessant ist die hohe Deutschen-Quote im Hostel, die bei gefühlten 80% liegt, was die Statistik am Kühlschrank auch zeigt.

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Great Ocean Walk

Dienstag, 23. Dezember 2008

In Apollo Bay, was auf halber Strecke der Great Ocean Road liegt, startet der Great Ocean Walk.

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Ich leihe mir dort eine Camping-Ausrüstung und heuere einen Pickup-Service an, der mich nach einer Zweitageswanderung entlang des Great Ocean Walks nach Aire River wieder zurück nach Apollo Bay bringt.

Am ersten Tag wandere ich 24 Kilometer nach Blanket Bay, wo ich campe. Am zweiten Tag lege ich 20 Kilometer nach Aire River zurück, wo ich pünktlich abgeholt und zurück gefahren werde.

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Die Wanderung geht durch Wälder, über einsame Strände und Felsen und ist großartig. Ich sehe Wallabies, Koalas, Schlangen und einige andere Tiere.

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Gegen Ende des ersten Wandertages passiert mich ein netter Australier mit Auto und spendiert mir ein kühles Bier, was nach der langen Wanderung ein Träumchen ist.

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Skandalöses gesehen von der Great Ocean Road
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Melbourne

Freitag, 19. Dezember 2008

Melbourne ist eine großartige Stadt. Es gibt eine Menge hippe Läden, Bars und schöne Menschen. Alte koloniale Bauten wechseln sich mit gläsernen Hochhausfassaden ab und bilden ein imposantes Stadtbild.

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Auch das Nachtleben in Melbourne ist nicht zu verachten. Zusammen mit Richo und Belly aus England, mit denen ich ein Zimmer teile, gehen wir einen Abend ins Eurotrash und rocken das Haus.

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In Melbourne gibt es auch sehr schöne Museen und Ausstellungen. In der National Gallerie of Victoria sehe ich mir die sehr unterhaltsamen Fotografien von Rennie Ellisin der Ausstellung “No standing only dancing” an, die das Australien der 60er bis 80er Jahre zeigt.

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Im Melbourne Museum gibt es viel Aborigine- und Immigrationsgeschichte sowie eine Plakatausstellung über die Zukunft des Grafikdesigns, die mich allerdings nicht begeistert.

Sehr gefallen hat mir der Stadtteil Fitzroy mit der Brunswick- und Smith Street. Hier reihen sich ausgefallene Läden, Cafes und Clubs aneinander. Würde mal sagen der Boxhagener Kiez von Melbourne.

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am Rande 2

Freitag, 19. Dezember 2008

Aldi gibt es auch in Australien

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Und Deutschland ist laut diesem Artikel anscheinend gar kein so schlechter Ort für Ausländer :)

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am Rande

Dienstag, 16. Dezember 2008

Opel heißt in Australien übrigens Holden und es gibt ziemlich coole Pickup-Varianten von Astra, Vectra und co.

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Und hier noch eine Entdeckung in einem Backpacker-Magazin. Wer erkennt den Fehler? :)

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Auflösung

Der Südwesten

Samstag, 13. Dezember 2008

Unser nächstes Ziel ist Australiens südwestlichster Zipfel Cape Leeuwin, wo der Indische Ozean mit der Südsee zusammentrifft und ein alter Leuchtturm zu besichtigen ist.

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Nach demTritt auf ein spitzes Muschelstück
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Danach geht die Fahrt weiter durch wunderschöne Landschaften und riesige Wälder nach Pemberton. Unterwegs sehen wir das erste überfahrene Kängeruh, was ein ziemlich makaberer Anblick ist, aber in den nächsten Tagen zur Gewohnheit wird. Überfahrene Kängeruhs sehen wir bisher bei weitem mehr und näher als lebende.

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In den Southern Forests rund um Pemberton klettere ich auf an Baum angebrachten Metallleitern auf den Gloucester Tree und den Bicentennial Tree, die beide ca. 70m hoch sind. Beim Aufstieg hat man schon ein ziemlich mulmiges Gefühl. Der Ausblick vom Baumgipfel ist es aber absolut wert.

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Als nächstes schauen wir uns beeindruckende Dünen in einem Nationalpark an.

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Wiederum durch atemberaubende Landschaften geht die Fahrt durch die idyllischen Örtchen Bridgetown und Nannup nach Busselton, wo wir in einer sehr schönen Hütte in Strandnähe auf einem Caravan Park übernachten.

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In Busselton gibt es eine 2km lange Seebrücke (die längste der südlichen Hemisphäre), die wir natürlich nicht auslassen dürfen.

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Margaret River

Samstag, 13. Dezember 2008

Nachdem wir uns von Elena verabschiedet haben, fahren Tim und ich Richtung Margaret River. Nach einer Weile wage ich mich, nachdem ich ca. 8 Jahre nicht Auto gefahren bin, mal wieder hinter das Steuer. Ich glaube Tim hat einige Ängste ausstehen müssen, aber ich fand es ganz gut. Margaret River ist ein winziges Städtchen, ca. 10km entfernt vom Strand. Wir übernachten in einem sehr netten Hostel mit Pool, Fußball- und Volleyballplatz.

Neben dem obligatorischen Strandtag machen wir an einem Tag eine Winery Tour. In Margaret River gibt es ca. 120 Weingüter, von denen wir 5 besuchen und ca. 40 Weine probieren. Wir bekommen außerdem leckere australische Spezialitäten, wie Kängeruhfleisch, zu essen. 2 Freiwillige dürfen eine Riesenmade namens George essen, was mir aber echt zu eklig ist.

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