Bungee Video
Montag, 09. März 2009Hier noch als Nachtrag das Video von meinem Bungeesprung:
Hier noch als Nachtrag das Video von meinem Bungeesprung:
Nach den vielen anstrengenden Wandertagen belohne ich mich mit einem Bungeesprung von der 43 Meter hohen Kawarau Bridge, wo das Bungeespringen quasi erfunden wurde. Das Gefühl ist fantastisch und unbeschreiblich, deshalb versuch ich es erst gar nicht und lass die Bilder sprechen.
Es gibt auch ein Video, was ich aber erstmal irgendwie rippen muss.
Der Routeburn Track ist einer von Neuseelands Great Walks. Man bewältigt ihn normalerweise in 3 Tagen. Da ich mich aber fit genug fühle und mich interessiert, wie sich Essen für 5 Tage im Rucksack anfühlt, kombiniere ich den Routeburn mit dem Caples Track und wandere besagte 5 Tage durch Fjordlands Berge und Wälder.
Der erste Tag ist kurz und schön. Ich übernachte auf einem idyllischen Zeltplatz im Routeburn Valley.
Der zweite Tag ist lang und leider kalt und bewölkt und die grandiosen Aussichten bleiben leider von Wolken verdeckt.
Am Ende des Tages komme ich durch einen märchenhaften Wald, der für das schlechte Wetter entschädigt.
Ich übernachte wieder auf einem netten Zeltplatz.
Der dritte Tag ist wieder sehr schön. Steilste Anstiege machen bei gutem Wetter Spaß. Ich beende den Tag auf dem ca. 1000m hohen Harris Saddle, wo ich mein Zelt aufschlage und grandiose Aussichten in alle Richtungen habe.
Am vierten Tag ist wiederum herrliches Wetter, die Knochen tun aber langam weh. Nach 3 Stunden Abstieg im Wald, kommt man in das herrliche Caples Valley, wo es wieder wunderschöne Ausblicke gibt. Die Nacht verbringe ich im Zelt nahe der Mid Caples Hut. Der Hüttenwärter ist ein in Neuseeland eingewanderter Japaner, der vor 11 Jahren seinen Büro-Job in Tokyo aufgegeben hat um in Queenstown zu leben. Klingt nach einer guten Idee.
Am fünften Tag ist abermals grandioses Wetter und ich schleppe meine müden Knochen durch das restliche Caples Valley zum Parkplatz, von wo ich mit Bus, Boot und wieder Bus zurück nach Queenstown gebracht werde. Für die Herr der Ringe Fans: Ziemlich am Ende der Wanderung komme ich an dem Drehort vorbei, wo für den ersten Film eine Schlachtszene mit 200 Pferden gedreht wurde. Ätsch. Am Ende der Wanderung hab ich sogar noch Essen übrig, was locker für 2 weitere Tage gereicht hätte. Gut zu wissen.
Der Moonlight Track führt vom Lomond Saddle nach Arthurs Point. Er ist eigentlich an einem Tag zu bewältigen. Da ich aber rumtrödele und im Hostel noch zwei Filme gucke, komme ich erst 17Uhr los und mache einen Zweitagestrack draus.
Ich finde einen grandiosen Platz in den Bergen, wo ich mein Zelt aufschlage und meine Dosennudeln koche. Sobald die Sonne weg ist, wird es arschkalt und ich muss mich im Zelt ganz schön einigeln um nicht zu frieren.
Am nächsten Tag komme ich auch erst wieder 13Uhr los. Irgendwann verliert sich der Track und ich treffe auf einen Schweizer, Remo, der auch gerade etwas herumirrt. Kurzerhand wandern wir querfeldein zusammen weiter und finden nach einiger Zeit auch wieder den richtigen Weg.
Von Arthurs Point zurück nach Queenstown trampen wir. Schon nach 2 Minuten hält ein nettes älteres Paar aus England für uns an und bringt uns die 5km zurück nach Queenstown.
Nachdem ich in Australien weder Opfer von Haiangriffen noch der Hitzewelle geworden bin, befinde ich mich jetzt wohlbehalten in Queenstown, auf der Südinsel Neuseelands.
Queenstown ist kleiner und schöner, als ich dachte. Die Stadt hat gerade mal 17.000 Einwohner, liegt am riesigen Lake Wakatipu und ist umgeben von hohen Bergen.
In Sydney habe ich mir günstig Zelt, Schlafsack und Isomatte zugelegt und mir einige Mehrtageswanderungen in Neuseeland vorgenommen. Um mich an die vor mir liegenden Anstrengungen langsam zu gewöhnen, fange ich in Queenstown mit einer vierstündigen Wanderung zum 1748m hohen Ben Lomond Gipfel an. Ich merke, dass ich die letzten Wochen etwas eingerostet bin, aber nach einiger Zeit ist es wieder wunderbar in den Bergen zu wandern.
Die Aussicht unterwegs und vom Gipfel ist großartig und ich bin froh, das ich Fleece-Pulli und Regenjacke mithabe, da es in Gipfelnähe schon recht kalt, windig und regnerisch ist.
Video vom Ben Lomond. Ich sage übrigens ungefähr, dass was ich hier gerade auch geschrieben hab.